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Roadtrip: 3 Wochen USA Westküste

In meinem Freundeskreis werde ich seit meinem kleinen Projekt nur noch #Fitnessblogger genannt. Da ich nicht gerne schubladisiert werde, dachte ich mir, ich werden nun neu #Travelblogger 🙂 

Wie wahrscheinlich die meisten bereits gehört haben, fahren wir mit dem Auto 3 Wochen durch die Westküste der USA. Hier nun eine kleine Zusammenfassung unserer Reise.

Tag 1

Wir flogen von Zürich nach Los Angeles mit einem Direktflug der Swiss. Was wir aus diesen 12.5 Stunden Flug gelernt haben? 12.5 Stunden sind extrem lang. Noise Cancelling bei Kopfhörern sollte als Religion anerkannt werden und in Los Angeles war es kälter als bei uns in der Schweiz, als wir gestartet sind. 😀

Am Flughafen angekommen, wurden wir von einem Bus abgeholt und zu unserer Autovermietung Alamo gebracht. Der Papierkram war extrem mühsam und die Verkäufer versuchen, dir alle möglichen Versicherungen anzudrehen. Wir hatten dann die Wahl zwischen Ford Mustang Cabriolet oder einem Chevrolet Camaro Cabriolet. Wir entschieden uns für den Mustang. 1 Koffer hat Platz im Kofferraum. Einen zweiten verfrachteten wir auf die Rückbank. 

Die Fahrt zum Flughafenhotel war ein grosses Abenteuer. Nach einer heftigen Beziehungskrise und Gestreite aufgrund einiger Differenzen wegen den amerikanischen Verkehrsregeln, erreichten wir das Hotel. Wir assen unseren ersten Burger (es sollten noch viele mehr werden) und fielen tot ins Bett.

Tag 2

Am Montag wachten wir um 07:00 auf – Jetlag sei Dank. Wir fuhren mit dem Auto Richtung Los Angeles und parkierten in einem teuren Parkhaus für 20$ – Corinne wollte jeweils auf Nummer sicher gehen und das Auto nicht an der Strasse abstellen. Das werden teure Ferien. Wir hatten keine Ahnung, wo wir waren, und bestellten ein Uber nach „Downtown“. Der Uber-Fahrer konnte kein Englisch und liess uns in der schlechtesten Gegend der Stadt raus. Wir stiegen über unzählige Obdachlose, wurden angesprochen und bedrängt. Die Polizei kam dann auf uns zu und fragte, was wir hier wollen. Sie lotsten uns dann in die Stadt, weg von den „Slums“ von LA.

Nach einem sehr gesunden Essen (HotDogs) bekamen wir den Tipp, eine Rooftop Bar zu besuchen und uns einen Überblick um die Stadt zu machen. Dies war genial! Wunderschön und angemessene Preise.

Am Abend bezogen wir unser erstes Airbnb bei Dan und Maura – ein wunderschönes Haus mit Balkon und hammermässiger Aussicht direkt nach West Hollywood. Wir hatten beide noch nie etwas über Airbnb gebucht. Die App ist selbsterklärend und bis jetzt haben wir nur super Erfahrungen gemacht. Die Leute waren alle extrem freundlich und neugierig, was wir geplant haben. Sie konnten uns mit wertvollen Tipps unterstützen. 

Tag 3

Los Angeles ist nichts besonderes. Die Stadt stinkt und hat so gar nichts vom Glanz der Stadt der Engel, den immer alle so loben. Uns war ein Tag in LA genug und so gingen wir nach Hollywood / Beverly Hills.

Um uns eine Übersicht zu verschaffen, buchten wir eine dreistündige Rundfahrt mit einem Bus und sahen so die ganzen Wahrzeichen und hörten einiges Interessantes über die Geschichte von Hollywood. Nach der Rundfahrt gingen wir Essen und liefen ein wenig in der Stadt herum. Es gibt viel sehenswertes und ist definitiv mehr als einen Besuch wert.

Tag 4

Wir fuhren rund eine Stunde mit dem Auto von Hollywood nach Santa Monica und verbrachten den ganzen Tag am berühmten Venice Beach. Wir assen dort zur Abwechslung einen Burger, besuchten den Muscle Beach, fuhren mit gemieteten elektrischen Kickboards zum Santa Monica Pier und wieder zurück und liefen dann am Abend die paar Kilometer nochmals zum Pier – um festzustellen, dass dieser am Abend geschlossen war 😀 

Wir haben dann da etwas gegessen und fuhren mit dem Uber zurück ins nächste Airbnb – ein schönes Apartment mit Küche und Pool.

Tag 5

Im Cabrio fuhren wir zurück nach Hollywood – wir hatten eine Tour durch die Universal Studios gebucht. Die Requisiten von Harry Potter sehen, den Drehort von Desperate Housewifes besuchen, die Donuts von den Simpsons essen…. alles möglich in den Studios. Wir empfehlen definitiv das Express-Ticket für 179$ zu kaufen. Mit dem müsst ihr nirgendwo anstehen. Das sparte uns an dem Tag mindestens vier Stunden Rumstehen. Die 80$ Mehrwert sind definitiv gegeben!

Die Studios erinnern ein wenig an den Europapark mit all den Bahnen und den Themenwelten und sind definitiv einen Besuch wert!

Nach einem langen Tag fuhren wir noch zwei Stunden nach Santa Barbara.

Tag 6

In Santa Barbara im Oasis In Motel angekomen, bestellten wir ein Uber und fuhren in die kleine Küstenstadt. Der Strand ist nicht vergleichbar mit dem Venice Beach. Die Stadt ist schön, aber schnell gesehen. Wir fuhren am Abend nochmals in die Stadt und gingen lecker Abendessen und liessen den Tag in einer Bar ausklingen. Es war aber ja auch nur ein Zwischenstopp.

Tag 7

Morro Bay – nochmals ein Zwischenstopp auf unserem Weg nach San Francisco. Eine weitere winzig kleine Küstenstadt mit tollen Sehenswürdigkeiten. Wir waren genau am National Annual Kite Festival zu Besuch. Ein kleiner Drachen-Steigen-Lasse-Wettbewerb. Das sah toll aus mit der Küste und dem Meer. Jedoch sehr, sehr windig. Der grosse Felsen ist auch einen Besuch wert.

Tag 8-10

Von Morro Bay fuhren wir nochmals vier Stunden nach San Francisco. Wir waren drei Nächte in einem tollen Airbnb bei Alexia – einer alleinstehende Frau mit einem tollen Haus. Am ersten Abend fuhren wir mit dem Uber zum Pier 39 – einer sehr touristischen Attraktion mit vielen Läden, Bahnen und einem tollen Ausblick über die Golden Gate Bridge. Wir gingen früh schlafen.

Am nächsten Tag liefen wir ziellos durch die Stadt, waren in einem riesigen Shopping Outlet (Yay) und sahen uns die Sehenswürdigkeiten an.

Am letzten Tag liefen wir über die Golden Gate Bridge und schossen einige tolle Fotos. Am Nachmittag hatten wir eine Tour geplant zum Alcatraz Gefängnis. Sehr, sehr eindrücklich und definitiv einen Besuch wert! Man konnte sogar mit einem früheren Insassen reden, welcher sein Buch promotete. Man hatte den ganzen Besuch durch ein mulmiges Gefühl und konnte sich richtig in die geführte Audio-Tour hineinversetzen. 

Tag 11

Während ich diesen Beitrag schreibe sitze ich seit vier Stunden im Auto neben Corinne und wir sind auf dem Weg nach Las Vegas….
Die Fahrt dauert gute neuneinhalb Stunden. Wir legten eine kurze Mittagspause ein, fuhren ansonsten durch. Es ist die erste wirklich lange Strecke. Am Abend checkten wir im MGM Grand Signature ein. Wir bekamen ein kostenloses Upgrade für eine Suite im 38. Stock (ganz oben) – sehr, sehr geil! 

Tag 12-13

Las Vegas sollte ein wenig Entspannung bieten. Wir lagen den ganzen Tag in der Sonne am Pool. Am Abend gingen wir in die Stadt auf die Strip und liessen die vielen Eindrücke auf uns herein prasseln. Wir verzockten ein wenig Geld im Casino und gingen dann relativ früh schlafen. Dies wiederholten wir die nächsten zwei Tage. In der Sonne liegen, Essen, Spielen, Geld verlieren und schlafen. Schönes Leben. 🙂

Tag 14

Wir fuhren fünf Stunden von Las Vegas weiter zum Grand Canyon. Ich war anfangs noch skeptisch, ob es die weite Fahrt wirklich wert ist. Corinne wollte aber unbedingt hinfahren, also fuhren wir.

Sie hatte recht. (Erstaunlicherweise hat sie sogar dann recht, wenn sie nicht recht hat.) Der Grand Canyon ist wirklich unglaublich eindrücklich! Man kann den ganzen Tag wandern, aber auch nur eine kleine Route machen und den Canyon von verschiedenen Aussichtspunkten aus bestaunen. Diese sind weder gesichert noch abgesperrt – was ich sehr eindrücklich fand. Einen Schritt zu weit und du bist tot. Ganz ohne doppelten Boden. Ich wagte mich dann über eine schmale Kletter-Route auf einen Felsen hinaus und  machte mir dabei fast in die Hosen. Schliesslich bin ich nicht für meinen tollen Gleichgewichts-Sinn bekannt. Es lief aber alles gut und der Ausblick und die Fotos entschädigten das Risiko!

(Das kleine Männchen mit den Roten Hosen bin ich mit zitternden Knien nach meiner Kletter-Tour) 

Tag 15 -17

Nach dem Grand Canyon legten wir einen Stop ein in Kingman, um danach direkt Richtung San Diego weiter zu fahren.  Die Fahrt dauerte nochmals einige Stunden. Aber lange Autofahren waren wir uns ja gewohnt.

In San Diego angekommen, erkundeten wir mit dem Fahrrad, welches wir uns vom Airbnb ausleihen konnten, ein wenig die Stadt und den Strand. Einen Abend verbrachten wir im Duck Dive (Happy Hour, alles 2.50$ – schlechte Idee!) Einen anderen Abend gingen wir ins Hadods einen Burger essen. Solide 1.5 Kilogramm Fleisch (noch eine schlechte Idee).
San Diego war schön, aber auch nicht Wow. Eine tolle Stadt mit einem tollen Strand, aber nichts besonderes.

Tag 18-19

Wir entschieden uns, nochmals ein Apartment in West Hollywood zu mieten und von dort noch drei Tagesausflüge zu machen. Hollywood war zentral und vergleichsweise günstig. Am ersten Tag fuhren wir an den Newport Beach. Ein weiterer Strandtag, an den wir vor allem eine Erinnerung haben. Das Auto rückwärts zu parkieren ist verboten. (44$ Busse + Steuern)
Am zweiten Tag fuhren wir nach Malibu, assen im Geoffreys (Geheimtipp. Hollywood Feeling, hammer Aussicht und extrem günstig) unseren Lunch und gingen danach noch auf die Suche nach einem Koffer. Durch das dezente Shopping brachten wir unsere Kleidung nicht mehr in den 2 Koffern unter. Hoppla. 😀

Tag 20

Samstag Morgen… am Abend ging unser Rückflug nach Zürich. Wir mussten um 11 Uhr aus dem tollen Airbnb auschecken und fuhren noch zum Dunkin Donuts um zu Frühstücken 😀

Danach fuhren wir noch zum Griffith Observatorium und fanden zuerst keinen Parkplatz. Als wir schon fast wieder umdrehen wollten, fanden wir eine Lösung und besuchten doch noch das Griffith. Das ist definitiv einen Besuch wert. Eintritt ist kostenlos und die Aussicht ist unbezahlbar!

Nachdem dann noch kurz unser Navi ausgestiegen (und unser Herz stehen geblieben) ist, fanden wir dann aber doch noch den Weg zur Autovermietung, konnten das Auto innert 30 Sekunden zurückgeben und fuhren mit dem Shuttle zum Flughafen, um den 11 Stunden Flug nach Hause zu nehmen.

Fazit: 

Wow… langer Text! Für die drei Leute die es bis hierhin geschafft haben… Glückwunsch! 😀
Was ziehen wir nun für ein Fazit aus unserer Reise?

Geil! Amerika ist einfach nur geil! Der Vibe ist total entspannt, die Leute sind alle extrem offen und freundlich. Wenn auch sehr oberflächlich. Amerika ist sehr teuer. Wir lagen deutlich über dem was wir eingeplant haben. Aber das war es wert. So eine Reise macht man ja nicht alle paar Tage.

Gesundes Essen ist sehr schwierig zu finden. Überall sind Kalorien Angaben auf den Speisekarten zu finden. Ein Salat kostet gut und gerne 20 Dollar und hat locker 1’000 Kalorien. Wer günstig essen möchte, kann für 5 Dollar ein Menu bei einer Fast-Food Kette bestellen. Hat auch nicht mehr Kalorien als ein Salat, aber gesund ist anders 😀

Wir haben in Amerika im Schnitt 10’000 Schritte am Tag gemacht. Deswegen haben wir beide nicht zugenommen. Wir haben beide sogar ein Kilogramm verloren. Wir konnten es selbst nicht glauben 😀

Würden wir nochmals gehen? Definitiv ja!
Ohne einen Plan zu reisen und den Schlafplatz von Tag zu Tag zu buchen ging ohne Probleme. Es war vielleicht ein wenig teurer als bereits im Voraus alles zu buchen, aber die gewonnene Flexibilität war definitiv ein grosser Mehrwert!

Habt ihr auch schon die Westküste bereist oder habt ihr es noch vor? Wollt ihr Airbnb Empfehlungen oder habt ihr Tipps?

Schreibt es in die Kommentare! 🙂

 

Hier noch ein paar unsortierte Bilder, die ich trotzdem gerne zeigen möchte…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. Bea Bea

    Wow super! Habe alles gelesen und es war spannend. Die Fotos auch sehr schön! Freue mich auf Amerika! Lieben Gruss Bea

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